Lexikon

Vitamin D-Mangel

Unter Vitamin D wird eine Gruppe von verschiedenen fettlöslichen Vitaminen zusammengefasst, die mit der Regulierung des Kalziumhaushalts und der Mineralisation der Knochen in Verbindung stehen (Calciferole). Vor allem das Vitamin D2 (Ergocalciferol) und D3 (Cholecalciferol) sind für den Menschen wichtig. Beide sind Vorläufer von Hormonen.

Vitamin D hat zusammen mit Kalzium einen entscheidenden Einfluss auf den Knochenstoffwechsel. Es aktiviert den Knochenaufbau und führt zum Einbau von Kalzium in den Knochen (Mineralisation).

Vitamin D-Mangel verursacht eine steigende Zahl von Hüftgelenk- und Oberschenkelhalsfrakturen vor allem bei Frauen ab dem 60. Lebensjahr.

Weitere positive Effekte von Vitamin D sind

  • Zunahme der Muskelmasse
  • Verringerung des Fallrisikos
  • Verbesserung der Koordination
  • Senkung des Risikos für Brust- und Dickdarmkrebs
  • Effekte auf den Zucker- und Fettstoffwechsel (hohe Vitamin D-Spiegel verringern das Diabetes-Risiko)
  • entzündungshemmende Wirkung, insbesondere bei immunologischen und

Vitamin D wird einerseits über die Nahrung zugeführt. Andererseits wird Vitamin D aus einer in der Haut vorkommenden Vorstufe (7-Dehydrocholesterol) unter Einwirkung der UV-B-Strahlen der Sonne gebildet.

Vitamin D wird in mehreren Umwandlungsschritten in Leber und Niere in die biologisch aktive Form (1,25-Dihydroxyvitamin-D3 = Kalzitriol) umgewandelt.

Eine Vitamin D-Mangel-Situation wird mit bis zu 3000IE Vitamin D/d ausgeglichen.

Vitamin D-Versorgung ist enthalten tin einigen fettreichen Lebensmitteln wie zum Beispiel Hering, Makrele, Lachs, Thunfisch, Rotbarsch, Leber, Eigelb, Butter, Sahne und angereicherte Margarine, sowie auch Champignons, Steinpilze und Pfifferlinge. Über die Nahrung können bis zu 20 Prozent des täglichen Bedarfs gedeckt werden.